Engagement der HAWK in Niedernjesa gescheitert
Ute Haferburg, die Vorsitzende unseres Gruppenpartners Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Gemeinderat Friedland verfasst folgende Pressemitteilung zu der neuesten Entwicklung zum Thema Dorfzentrum in Niedernjesa.
Bürgermeister Friedrichs hat sich durch sein Verhalten gegen zwei Beschlüsse des Friedländer Gemeinderates und, ebenso ernst, gegen bürgerschaftliches Engagement in Niedernjesa gestellt.
Die HAWK hatte ein fünfjähriges Forschungsprojekt in Niedernjesa zum demographischen Wandel in Aussicht gestellt, das von der Interessengemeinschaft „Alte Gärtnerei“ vermittelt worden war.
Bürgermeister Friedrichs sollte zu einer EinwohnerInnenversammlung in Niedernjesa am 23.09.2012 einladen, damit das mögliche Projekt zum Dorfzentrum und das begleitende Forschungsprojekt von der Hochschule vorgestellt werden könnte.
Erst nach einem förmlichen Beschluss des letzten Gemeinderates übernahm Friedrichs diese Aufgabe und lud die beiden Vertreter der Fachhochschule zu einem Vorgespräch am letzten Donnerstag ein.
Herr Professor Harteisen und seine Kollegin Dr. Swantje Eigner-Thiel von der HAWK fühlten sich „unwillkommen und unhöflich behandelt“. Zwar sei der Inhalt für eine Einwohnerversammlung besprochen worden, die ganze Gesprächsatmosphäre sei aber so unfreundlich gewesen, dass Prof. Harteisen sein ursprünglich in Aussicht gestelltes Angebot, Niedernjesa in das Forschungsprogramm aufzunehmen, sowie die Teilnahme an der EinwohnerInnenversammlung zurückzog. Dafür machte der Dekan der Fakultät Ressourcenmanagement Bürgermeister Friedrichs Halbherzigkeit verantwortlich.
Wütend reagiert Annette Wollenweber, Vorsitzende der Gruppe CDU / Bündnis 90/Die Grünen und Fraktionsvorsitzende der CDU-Fraktion im Friedländer Gemeinderat auf diese Entwicklung. Es zeugt von undemokratischem Stil, die Mehrheitsentscheidung des Rates, die der SPD aus Niedernjesa nicht genehm war, im nächsten Schritt durch den Bürgermeister auszubremsen.
„Eine große Chance ist offenbar vertan“, unterstreicht Ute Haferburg, Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen im Friedländer Rat und Göttinger Kreistagsabgeordnete. „Die von Gemeinderat und von der Verwaltung gesammelten Erkenntnisse zum demographischen Wandel in Friedland bleiben ohne Handeln folgenlos. Verloren haben nicht nur die Niedernjesaer Bürger und Bürgerinnen.“
Im Dezember vergangenen Jahres hatte der Rat der Gemeinde Friedland einstimmig beschlossen, den Wunsch für ein Dorfzentrum in Niedernjesa prüfen zu lassen.
Ein solches Dorfzentrum sollte kleinere barrierefreie Wohnungen für Jüngere und Ältere anbieten, Dienstleistungsangebote zu bündeln und nach Möglichkeit den Betrieb eines Dorfladens und die Nutzung von erneuerbaren Energien prüfen. Hierzu war die Idee einer Genossenschaft als möglicher Trägerin entwickelt worden.