Kundgebung des Bündnis gegen Rechts am 09. Mai 2009 in Friedland
Veranstaltung verläuft unter Beteiligung zahlreicher Mitglieder CDU-Mitglieder friedlich, Rechte ließen sich nicht blicken
Am 09. Mai 2009 fand ab 11:00 Uhr eine durch das Bündnis gegen Rechts veranstaltete Kundgebung in der nähe des Friedländer Mahnmals mit rund 300 Teilnehmer statt. Die Kundgebung verlief wie erwartet friedlich.
Angehörige der rechten Szene wurden in Friedland nicht gesichtet. Jedoch fand die Kundgebung der linksextremistischen Szene unter dem Motto "Kein Frieden mit Deutschland und seinen Nazis! Kein Nazi-Aufmarsch in Friedland oder sonst wo !" wie geplant statt. Sie verlief wohl wegen Fehlens der Rechten und massiver Polizeipräsenz friedlich. Nach Aussage der Polizei nahmen an dieser Kundgebung etwa 200 Personen teil.
Der CDU-Gemeindeverband Friedland bedankt sich hierfür bei den Polizeibeamten, den ehrenamtlichen Kräften von Feuerwehr und Rettungsdienst und allen anderen die durch Ihre tatkräftige Unterstützung für den friedlichen Verlauf gesorgt haben und keiner Angst vor Gewalttaten haben musste.
v.l. H. Schermann (CDU), MdB H. Fischer (CDU), A. Lübke (JU), W. Wollenweber (JU), J. Lüther (CDU), E. Ronshausen (CDU), S. Klute (JU, CDU), P. Graubner, W. Henze (CDU), M. von Bodenhausen (CDU), Dr. A. Wollenweber (CDU) J. von Bodenhausen (JU), Dr. H. Noack (CDU)
Die CDU Friedland vertritt vorbehaltlos die sich aus dem Grundgesetz ergebenen Grundrechte der Meinungs- und Demonstrationsfreiheit. Dennoch sollte diese nicht dazu benutzt werden um gegen die zum Glück in Deutschland bestehende freiheitliche demokratische Grundordnung und die soziale aber dennoch liberale Marktwirtschaft zu propagieren. Hohe Güter die es notfalls auch zu verteidigen gilt.
Die anwesenden Mitglieder CDU-Mitglieder aus Friedland und Göttingen, darunter auch der Bundestagsabgeordnete Hartwig Fischer und der Vorsitzende des CDU-Kreisverbandes Dr. Harald Noack dieses in zahlreichen Gesprächen mit den anwesenden Bürgern und politischen Vertretern fest, auch wenn sich in Detailfragen doch Unterschiede aufzeigten.
Redner auf der Kundgebung waren u.a. neben Hartwig Fischer, der Seelsorger des Lagers Friedland Martin Steinberg und Lilli Bischoff (Landsmannschaft der Deutschen aus Russland).
Hartwig Fischer begrüßte u.a. die Verbote rechtsextremistischer Veranstaltungen und sagte wörtlich „Wehret den Anfängen“. „Man muss die Verantwortung in der Zivilgesellschaft stärken und die Ursachen rechter Straftaten bekämpfen, so Fischer.
Dieses ist auch nach Auffassung der CDU etwas, was bereits in den Schulen, den Kindergärten und z.B. der Jugendfeuerwehr bundesweit beginnen und selbstverständlich von jedem gelebt werden muss. In Friedland als „Tor zur Freiheit“ ist dieses bereits der Fall, was man auch an den vielen jungen Friedländern und hier insbesondere denen der Jungen Union sehen konnte, die sich an der Kundgebung beteiligten.
Martin Steinberg verurteilte im Rahmen seiner Rede die praktizierte Fremdenfeindlichkeit in einer zusammenwachsenden Welt und merkte an, dass das ein Fremder in diesem Zusammenhang nicht immer ein Ausländer sei, sondern nach Auffassung der Rechten darunter auch Behinderte, Obdachlos und andere benachteiligte Randgruppen fallen.
Die CDU kennt so etwas. Zwar ist sie als politische Partei bestrebt sich an alle christlichen Konfessionen zu wenden, jedoch ist sie auch offen für Angehörige anderer Konfessionen und Konfessionslose. Interessierte aus der Gemeinde Friedland und anders woher können jederzeit bei CDU-Veranstaltungen vorbeikommen und sachlich mitdiskutieren.

Lilli Bischoff distanzierte sich ganz deutlich von den Versuchen die Russlanddeutschen für rechtsextremistische Zwecke einzuspannen und forderte die demokratischen Parteien auf sich mehr mit dem Thema Ihrer Landsleute zu beschäftigen und den Kontakt zu suchen.
Friedland ist für sie und viele andere Russlanddeutsche ein Ort, den sie als ihre erste wirkliche Heimat bezeichnet haben oder noch bezeichnen, führte sie weiter aus.
Etwas, was bereits seit Bestehen des CDU-Gemeindeverbandes praktiziert wird. CDU-Mitglieder und Mitglieder der Jungen Union besichtigen z.B. bereits am 23.05.2009 das Grenzdurchgangslager in Friedland, informieren sich dort über die Geschichte des Lager, die aktuelle Situation und die Fortentwicklung desselben.
Die Kundegebung wurde durch Statements von Vertreter der einzelnen Parteien, welche das Bündnis gegen Rechts gründeten abgerundet.
(Die Rede von Hartwig Fischer finden Sie voraussichtlich in der nächsten Woche auf der Homepage www.ju-friedland.de Es gilt aber jeweils das gesprochene Wort.)