Alle Punkte liegen nicht im Entscheidungsrahmen des Gemeinderates, betreffen aber in erheblichen Umfang das Leben in der Gemeinde und natürlich unsere Finanzen und die Infrastruktur, deshalb sollte sich auch der Rat am 26.8. damit befassen.
Die Zukunft des Grenzdurchgangslagers Friedland hat direkte Auswirkungen auf die Gemeinde. Zurückgehende Zahlen von Spätaussiedlern, die vor Jahren ausdrücklich gewünscht wurden, bedrohen nun den Fortbestand des Lagers als Einrichtung und Arbeitsplatz für ca. 200 Menschen. Die humanitäre Aufgabe wurde seit dem zweiten Weltkrieg in hervorragender Weise in Friedland gelöst. Es ist begrüßenswert, dass im niedersächsischen Innenministerium eine neue Aufgabe als Ersterfassungsstelle für Asylanten in Niedersachsen angedacht ist.
Die bisher in geringem Umfang geäußerten Bedenken der Friedländer müssen mit aktiver Information über die Verweildauer und das mögliche Konfliktpotenzial ernsthaft berücksichtigt werden. Nach den Herbstferien ist eine ausführliche Bürgerinformation geplant, so ist über Vera Wucherpfennig, der persönlichen Referentin von Uwe Schünemann, aus dem Innenministerium zu erfahren.
Eine Schließung des Lagers würde nicht nur zum Verlust des größten Arbeitgebers in der Gemeinde führen, sondern auch die Zuweisungen an die Kassen der Gemeinde, des Landkreises und des Landes deutlich senken, denn die Einwohnerzahl als Basis berücksichtigt auch die Bewohner des Lagers. Dieses Szenario hätte weitreichende negative Folgen für alle Bürger.
Es wird eine Informationsveranstaltung am 16.9. um 19.30 Uhr geben, um mit dem Schulleiter der KGS in Gieboldehausen, Herr Wagner, die Leiterinnen der Grundschulen Frau Bölken und Frau Pfitzner , Herrn Prof. Dr. Veith von der Universität Göttingen und dem Schulleiter Herrn Haepe die Vorzüge dieser Schulform für unseren Standort zu diskutieren.
Diese Vorhaben sind in ihrer Tragweite von Bedeutung für die Zukunft in Friedland. Entwicklung ist immer notwendig, der ausschließliche Erhalt des bisherigen ist rückwärtsgewandt und kann nicht genügen, um eine lebenswerte Gemeinde zu gestalten. Wir werden uns dem nicht verschließen und im Rat der Gemeindeam 26.8. diese Themen hervorheben.




